Kriegsgefahr im Westen Badens

Es gab am heutigen Tage mehrere Meldungen zu Kämpfen bei Offenburg. Zum Einen meldet der Hauptmann der Markgrafschaft Badens, daß es zu Kampfhandlungen mit einen feindlichen Banner gekommen ist.

Desweiteren meldete der Württembergische Regent, daß es in der heutigen Nacht zu schweren Kämpfen an der Badischen Grenze mit einer Armee französischer Briganten kam.

Weiterhin wurde der Inhalt eines Briefes eines Augenzeugen vor Ort an die Königin bekannt:

Heute kam es zu einer Schlacht in Offenburg. Ein feindliches Banner, welches offensichtlich aus dem Franche-Comte kam, hat versucht, die Stadt einzunehmen. Doch die tapferen badischen Männer und Frauen und viele mutige Freiwilligen konnten den Angriff abwehren und den Feind in die Flucht schlagen. Auch auf unseren Seiten gab es viele Verletzte, so auch aus der Reisegesellschaft seiner Eminenz Kalixtus, der ich angehöre. Ich weiß nicht, ob dies die einzige Welle war und ob uns noch mehr erwartet. Wir sind standhaft!

Es gab zwar eine Reisewarnung, aber niemals hätte ich gedacht, dass die Gefahr so akut ist. Allen voran für das Königreich. Offenbar wurde die Gefahr falsch eingeschätzt oder gar nicht erst richtig bewertet.

Im Rahmen meines Consiliums an Euch lauten daher meine Fragen: Warum gab es keinen reichsweiten Aushang, um über die Lage zu berichten?
Was wäre passiert, wenn die badischen Heerführer nicht so schnell gehandelt hätten? Warum wurde kein Auxilium ausgerufen, geschweige denn eine Bereitschaft für angrenzende Provinzen? Wie ich hörte, hat Württemberg rechtzeitig reagiert und geholfen.

Ich schätze, wir hatten mehr Glück oder Gott hat uns geführt, sodass so viele tapfere Kämpfer zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren.

Wir werden weiterhin für die Markgrafschaft Baden kämpfen und die Grenzen schützen.

Nun, Tatsache war, daß bereits zwei Kirchliche Gruppen unter Kalixtus und Oberon am Tage zuvor in Offenburg eintrafen. 

Weiterhin hat Offenburg normal eine Bevölkerung von 35 Einwohnern, Heute wurden aber rund 90 Personen gezählt.

Wenn also der Angriff in der Nacht war, dann konnte Heute noch gar keine Hilfe von Ausserhalb da sein, weil die Reise mindestens eine Nacht dauerd. 

Die nächste Frage ist, nach Berichten ist die Königin bereits vor Ort?

Wir Alle, gleich welchen Glaubens, sollten für den Frieden beten!

Schwester Juana den 7ten Nebelung AD 1470