Regensburg, den Einundzwanzigsten im Erntemond des Jahres AD 1470.
Lieber Bruder Schwarzer Abt,
heute sind es nun schon drei Tage in der Fremde und ich war nach dem Tagwerk wieder im Wirtshaus. Nein Bruder, nicht um zu Trinken, sondern um etwas mit den Stadtbewohnern zu reden. Habe ich doch so viele offene Fragen und keine Antworten. Nun, nachdem man mich nun etwas kennt und weiß wer ich bin, werden Vorbehalte und Misstrauen bei so Manchen offenbar immer stärker. Es scheint so, dass Offenheit und Ehrlichkeit wenig gefragt ist. Heute arbeite ich für einen Müller auf dem Felde. Nun es ist nicht weniger Anstrengend, aber an der frischen Luft und der Sonne. Im Bergwerk am gestrigen Tage war es doch recht Stickig und Dunkel. Aber Arbeitsplätze sind rar, ich hatte Glück dass ich als Tagelöhner auf dem Felde arbeiten darf. Ihr wisst ja wie gerne ich im Klostergarten gearbeitet habe und ich gebe zu, ich vermisse meine Kräuter, Früchte und Gemüse. Vielleicht probiere ich es Morgen mit dem Fischen. Jedenfalls beginnt dann der ernste Teil - meine Pilgerreise beginnt. Gebt auf Euch Acht werter Bruder!
Shalom
Schwester Juana
Brief von Schwester Juana an den Schwarzer Abt
Monatsnamen
Januar – Hartung
Februar – Hornung
März – Lenzing
April – Ostaramond
Mai – Wonnemond
Juni – Brachet
Julie – Heuert
August – Ernting oder Erntemond
September – Scheiding
Oktober – Gilbhart
November – Nebelung
Dezember - Julmond
Schwester Juana für die SNA
Brief von Schwester Juana an den Schwarzen Abt
Regensburg, den Zwanzigsten im Erntemond des Jahres AD 1470.
Lieber Bruder Schwarzer Abt,
heute bin ich schon zwei Tage in der Fremde. Am gestrigen Abend war ich das erste Mal in einen Wirtshaus und traf drei nette Regensburger. Nun, ich gebe zu - ich hatte erst Angst, daß man mich aus der Stadt jagt, aber Alle waren sehr freundlich zu mir. Wenn ich nicht Euren Auftrag zu erfüllen hätte, hätte ich mich sogar dort sesshaft gemacht. Jedenfalls habe ich herausgefunden, dass es in Regensburg offenbar keine Glaubensbrüder oder - schwestern gibt und dass sehr wenig über unsere Kirche bekannt ist.Mein nächstes Ziel wird wohl in der nächsten Woche Deggendorf sein. Ich hoffe die Räuber und das Wetter sind gnädig mit mir armen Pilgerin. Nun mehr als einen Taler hab ich derzeit eh nicht in der Tasche. Aber vielmehr sorge ich mir um die wertvollen Dokumente in meiner Tasche, die ich zur Erfüllung Euren Auftrags ja unbedingt brauche. Fast 15 Jahre sind sie nun alt und haben Zerstörung und Brände überstanden und ich hoffe sie kommen unbeschadet an den Ursprung ihrer Erstellung - nach Ulm zurück.
Ich hoffe es geht Euch gut und Ihr trinkt auch regelmässig Euren Kräutertee?
Shalom
Schwester Juana
Pilgerin
Der Weg ist nunmal das Ziel,
ich bin Pilgerin und brauch nicht viel.
Ein schützend Dach, eine Kanten Brot,
Ruhe und Frieden bis zum Morgenrot.
Ein nettes Wort zur Abendzeit,
keine Räuber Weit und Breit.
Der Glaube an den einzig Herrn,
auch wenn die Heimat ist so fern.
Ihm zu Dienen, auch in der Fremde,
bis das Leben geht mal zu Ende.
bin Teil der Bruderschaft des Lichts!
Pilgerin Juana den 20ten Erntemond AD 1470
Brief von Schwester Juana an den Schwarzen Abt
Regensburg, den Neunzehnten im Erntemond des Jahres AD 1470.
Lieber Bruder Schwarzer Abt,
ich bin gut in Regensburg angekommen. Die Stadt ist einfach überwältigend. Es gibt viel zu sehen und ich freue mich darauf Leute kennenzulernen.
Bisher habe ich aber noch Niemanden getroffen und gesprochen. Heute am ersten Tag sitze ich vor der Kirche und Bettele. Ja Bruder, da hatte ich wohl einen Fehler gemacht, aber das passiert mir dummen Ding nicht ein zweites Mal.
Morgen werde ich es in einen Bergwerk oder mit dem Fischen probieren.
Ich habe auch, wie Ihr mir aufgetragen habt, den Klostergarten von Kloster Zion besucht, aber dort traf ich Niemanden an.
Danach war ich bei der alten Eiche bei der Lichtung am See. Ein wunderschöner Platz und auch mein Freund, der Rabe war mit dabei.
Nun ich gebe zu, etwas Angst habe ich schon in der Fremde und Ihr fehlt mir.
Bitte gebt auf Euch Acht und vergesst nicht die Himbeeren zu giessen, die ich erst gepflanzt hatte - sie brauchen viel Wasser. Ich weiß ja, wie gerne Ihr die Beeren esst.
Ich hoffe ich habe am morgigen Tag mehr zu berichten.
Shalom
Schwester Juana
Wer nimmt am 15jährigen Jubiläum der Bruderschaft des Lichts/Spinozistischen Kirche teil?
Die Gründung der Bruderschaft des Lichts und damit der Spinozistischen Kirche erfolgte am 19.12.1455 in Ulm. Wer von den aktuellen oder ehemaligen Glaubensbrüdern nimmt an einen Festgottesdienst teil?
Gibt es noch tapfere Widerstandskämpfer die gegen die Allmacht und Willkür der HDAK standhaft sind?
Die älteste Nachrichtenagentur im Land, die SNA, mag seit vielen Jahren ruhig sein - denn es fehlt an aktiven Redakteuren.
Doch noch immer gilt unser Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott, die Freundschaft und die Liebe.
Ich gelobe Armen und Schwachen zu helfen.
Ich kämpfe für Freiheit und Frieden.
Ich trete ein für Toleranz und freien Glauben.
Ich bekämpfe das Böse und Unterdrücker.
Ich stehe zu meinen Worten und Taten.
Ich bekenne mich zu dem Wahlspruch: Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit.
Ich werde lieber stehend sterben als kniend leben.
Schwarzer Abt für die SNA
Kloster Boreth abgebrannt
Der letzte Bewohner, vielfach als Schwarzer Abt bezeichnet, wird noch vermißt. Ob er bei dem Brand ums Leben kam, konnte nicht mit Sicherheit festhestellt werden.
Den Erzählungen von Dorfbewohnern aus der Gegend nach, waren Tagen zuvor einige Trupps von Templern in der Region.
Nachdem sich die derzeitige Führung der Spinozistischen Kirche selbst zu einer Glaubensgemeinschaft ohne jeglichen Rechte degratiert hat, dürfte wohl dem Untergang des ältesten Nicht-Aristotelischen Kirchengebäudes im Reich Keiner einer Träne nachweinen.
Der Brand vernichtete auch viele Urkunden und Dokumente, sei es Brauanleitungen aus Tastevin oder die Ulmer Proklamation vom 27. Dezember 1455. Ein altes Schreiben es ehemaligen Kaisers Longjohnsilver, wird jedoch zum Gedenken an den Mönch Khatanka noch in der Redaktion aufbewahrt.
Zion der 15.08.1461
Nachdem sich abzeichnete, dass sich Schwester Katheryn nicht mehr um die Gemeinschaft kümmern konnte, hatte sie Bruder David gebeten, Neuwahlen auszurufen. Drei Kandidaten standen zur Auswahl und die Schwestern und Brüder wurden aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Das Ergeniss sieht wie folgt aus
Bruder David: 66%
Bruder Endres_ben_chasdai: 25%
Schwester Hanniballl: 8%
Bruder David wurde somit zum Admor der spinozistischen Kirche gewählt. Das Amt des Stellvertreters übernimmt Bruder Endres_ben_chasdai.
Herzlichen Glücwunsch
Schwester Katheryn für die SNA

